Experten-Tipps zur Niederlassung - Teil 2: Planung und Finanzierung

Alternative Finanzierungsangebote einholen

Für die Finanzierung des Kapitalbedarfs ist es in jedem Falle ratsam alternative Finanzierungsangebote unterschiedlicher Kreditinstitute einzuholen. Einige Kreditinstitute haben speziell auf Heilberufe spezialisierte Abteilungen.

Für Gründungen bestehen zudem Möglichkeiten von günstigen KfW-Krediten, die direkt durch die Kreditinstitute beantragt werden können. Vorteile bietet die KfW-Finanzierung neben den meist geringeren Zinssätzen auch durch tilgungsfreie Anlaufjahre: Hierdurch ist die Belastung, d.h. der Liquiditätsbedarf zu Beginn geringer.

Noch vor dem Vergleich der Zins- und Bereitstellungskonditionen sollte bei der Wahl der Finanzierung jedoch das Thema Sicherheiten stehen. Beinhaltet das Finanzierungsangebot eines Kreditinstituts beispielsweise die Mithaftung des Ehegatten oder soll dieser als Bürge eintreten, ist ein alternatives Finanzierungsangebot mit ungünstigeren Zinskonditionen aus Sicherheitsaspekten eventuell vorzugswürdig, um die finanzielle Situation der gesamten Familie nicht zu gefährden.

Option Leasingvertrag

Für einige Investitionen (medizinische Geräte, Fahrzeuge, etc.) bietet sich ein Leasingvertrag an. Damit müssen diese Anschaffungen nicht über ein Darlehen bei dem Kreditinstitut finanziert werden, sondern werden von dem Leasinggeber gegen ein monatliches Entgelt zur Verfügung gestellt. Zudem sind die Leasingraten direkt als Betriebsaufwand berücksichtigungsfähig und mindern den steuerpflichtigen Gewinn der Praxis.

Ob ein Leasingvertrag gegenüber der Finanzierung über ein Darlehen wirtschaftlich günstiger ist, muss im jeweiligen Einzelfall überprüft werden.

Durch die Kreditinstitute wird erläuternd zur Investitions-, Kosten- und Liquiditätsplanung auch ein Gründungskonzept erwartet. Dieses Konzept ist mit den Planungsrechnungen einzureichen und behandelt grundsätzlich die folgenden Punkte:

•        Lebenslauf/Profil des niederlassungswilligen Arztes

•        Leistungsspektrum der Praxis

•        Erläuterungen zur Standortwahl und zu Wettbewerbern

•        Marketing-Konzept

•        Betriebswirtschaftliche Prognose

•        Investitionsvolumen und Kapitalbedarf

Zur Autorin:

Birgit Mittelstädt ist seit 2011 als Steuerberaterin bei der Seitz Partnerschaftsgesellschaft mbB tätig und vornehmlich für Heilberufe zuständig. Sie berät regelmäßig Mediziner bei ihrem Schritt in die Selbstständigkeit.

Der Weg in die Selbständigkeit: News, Tipps und rechtliche Rahmenbedingungen rund um das Thema Ärztliche Niederlassung finden Sie rubrikübergreifend hier.

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