Teil 2: Richtig bewerben – das Anschreiben

Das Anschreiben ist das erste Dokument, das der Arbeitgeber liest. Deshalb sollte es besonders überzeugend sein. Hier wird übersichtlich aufgeschlüsselt, was hinein muss, was hinein kann und was nicht hinein darf.

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Eine gute Struktur beim Anschreiben ist bereits die halbe Miete. | contrastwerkstatt/fotolia

Mit dem Anschreiben drückt man seine Motivation für die Stelle aus, während man im Lebenslauf wichtige Eckpunkte der eigenen Biographie benennt. Deshalb nimmt man im Anschreiben am besten nicht vorweg, was bereits im Lebenslauf steht. Warum bewirbt man sich auf die Stelle und wieso ist man der perfekte Kandidat für die Stellenbesetzung? Diese beiden Fragen beantwortet man kurz und überzeugend. 

Das muss in das Anschreiben:

  • Eigene Adresse: Also Name und Vorname, Straße, Ort, Telefonnummer und Mailadresse.
  • Adresse des potenziellen Arbeitgebers: Hausadresse (Organisation, Unternehmen, Klinikum, Praxis, o.ä.), Ansprechpartner, Straße, Ort.
  • Datum: Ort und Tag, an dem die Bewerbung verfasst wurde.
  • Betreff: Das Stellenangebot, auf das man sich bezieht. Die Betreffzeile ist die einzige Zeile, die fettgedruckt sein sollte. „Betreff“ wird weggelassen. 
  • Anrede: Unbedingt den Namen des Personalverantwortlichen herausfinden. Besser förmlich bleiben, als eine zu lockere Grußformel (Sehr geehrter Herr/sehr geehrte Frau).
  • Erster Satz: Der erste Satz muss neugierig machen. Man kann zum Beispiel einen persönlichen Bezug herstellen (sich auf ein persönliches Telefonat beziehen) oder das Interesse auf die Stelle mit der eigenen Haltung erklären (bereits zu Beginn meines Studiums war ich mir sicher, in Bereich xy tätig werden zu wollen). 
  • Erster Absatz: Motivation darlegen - und zwar die berufsbezogene Motivation (warum ist die konkrete Facharztweiterbildung die richtige?) und die stellenbezogene Motivation (warum ist die konkrete Stelle die richtige?). 
  • Zweiter Absatz: Status Quo darstellen (wo steht man heute?).
  • Abschiedsformel: In Verbindung mit der freundlichen Aufforderung zum Handeln. 
  • Der eigene Name: Verschickt man die Bewerbung per Post, unterschreibt man über dem eigenen Namen. 
  • Anlage: Unter „Anlage" werden die Dokumente mit Spiegelstrichen aufgeführt, die mitgeschickt werden. 

Darauf kann man achten: 

  • Verständliche Sprache: Auch wenn man es in wissenschaftlichen Texten so kennengelernt hat, Schachtelsätze sind im Anschreiben nicht notwendig, um die eigene Fachkompetenz glaubhaft darzustellen. Besser man macht es dem Personalverantwortlichen einfach, indem man kürzere Sätze verwendet und Sinnabschnitte setzt (1-2 Aussagen = 1 Absatz). 
  • Floskeln vermeiden: Standardphrasen wie „...hiermit bewerbe ich mich um die Stelle xy...“, kann man zwar verwenden, aber sie verleihen dem Anschreiben keine persönliche Note. Besser man wählt einen individuellen Einstieg. 
  • Einheitliches Layout: Auch wenn der Lebenslauf und das Anschreiben zwei separate Dateien sind, bilden sie gemeinsam die Bewerbungsmappe. Deshalb ist es wichtig, auf ein einheitliches Layout zu achten. 
  • Dritter & Vierter Absatz: Wenn man mehr Platz benötigt, um die eigene Motivation für die ausgeschriebene Stelle darzustellen, kann man dies in weiteren Absätzen tun. Länger als eine Seite sollte ein Anschreiben allerdings nicht sein.   

Lebenslauf schreiben

Der Lebenslauf ist das zentrale Stück einer Bewerbung. Was muss, was kann und was gehört nicht in den Lebenslauf eines Arztes? Der Artikel listet diese drei Kategorien übersichtlich auf.

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Das sollte man vermeiden: 

  • Unkonkret sein: Also ganz allgemein von den eigenen Qualitäten wie Teamfähigkeit, Flexibilität und Gewissenhaftigkeit schreiben. Besser ist es, sich genau zu überlegen, welche eigenen Stärken zu dem Anforderungsprofil der Stelle passen. 
  • Flüchtigkeitsfehler im Text: Grammatik- oder Rechtschreibfehler sollte man möglichst vermeiden. Am besten man bittet Freunde oder Bekannte das Anschreiben gegenzulesen. 
  • Zu dick auftragen: Es macht keinen guten Eindruck, wenn man den zukünftigen Arbeitgeber zu sehr lobt. Allerdings muss man die Bewerbung für einen bestimmten Arbeitgeber natürlich auch begründen. Galanter als ein allgemeines Lob ist die Benennung eines biographischen Ereignisses, das zu der eigenen Spezialisierung geführt hat, die letztlich die Bewerbung begründet. 
  • Unsachlich sein: Egal, wie unwohl man sich in einem anderen Krankenhaus oder bei einem anderen Arbeitgeber gefühlt hat, eine Beschwerde hierüber hat im Anschreiben nichts verloren. Denn sie könnte ein Zeichen mangelnder Loyalität sein, die gerade im Krankenhausbetrieb wichtig ist.