Weiterbildungen nicht mehr als Problem sehen

Als erfahrener Internist und Pneumologe weiß Dr. Dietrich Rohde, dass gerade zu Beginn der Arztkarriere die Weiterbildungsfragen aufkommen und oftmals für Zweifel sorgen. Beim Operation Karriere-Kongress in Köln sprach er über Verbundweiterbildungsmöglichkeiten.

Dr. med. Dietrich Rohde

Dr. med. Dietrich Rohde | Teichert

Die Frage nach Weiterbildungsmöglichkeiten wird sich jeder Absolvent irgendwann einmal stellen. Als sehr sinnvoll erachtet Rohde die fachübergreifende Weiterbildung. Untersuchungen, die in der Praxis regelmäßig durchgeführt werden, aber in der Klinik gar nicht oder nicht mit ausreichendem Tiefgang gelehrt werden, delegiert die Uniklinik an Partnerpraxen.

In diesem Zusammenhang erklärte Rohde das „Modell Wuppertal“: Der Weiterbildungsassistent bleibt arbeitsrechtlich Angestellter der Klinik. Ein halbes Jahr lang wird an den Nachmittagen von Montag bis Donnerstag für je vier Stunden weitergebildet, Personalkosten werden geteilt. Dieses Konzept wurde mit der Ärztekammer Nordrhein abgestimmt und gilt als erste fachärztliche Verbundweiterbildung neben der Allgemeinmedizin.


So sei der Weg zum Allgemeinmediziner strukturierter und durchdachter. Zuvor galt dieser Karriereweg als durchaus kompliziert – zwischen stationärem und ambulantem Teil herrschte eine große Dissonanz. Zudem fühlt sich der Absolvent mit der Rückendeckung der Ärztekammer sowie von den Kassenvereinigungen deutlich sicherer.

Quelle: Dr. med. Dietrich Rohde, Internist und Pneumologe, Ehrenvorsitzender des Bundesverbandes der Pneumologen, Mühlheim: "Verbundweiterbildung - Facharztweiterbildung in allen notwendigen Abschnitten", Operation Karriere Kongress Köln, 02.12.2017.

Die Richtlinien der Weiterbildungsordnung können ganz schön verwirrend sein. Wie lange dauert die jeweilige Weiterbildung? Welche Inhalte gibt es? Welche Anlaufstellen kann man bei Fragen kontaktieren? Alle Antworten finden Sie hier.