Uni-Frauenklinik Heidelberg: Weiterbildung für Endoskopie

In der Gynäkologie werden heute viele Eingriffe minimal-invasiv durchgeführt. Eine gute Möglichkeit, sich in diesem Bereich weiterzubilden, bietet die Universitäts-Frauenklinik Heidelberg: Seit Februar ist die Klinik als Ausbildungszentrum der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Endoskopie (AGE) zertifiziert.

Das Weiterbildungsangebot der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg für endoskopische Eingriffe erfüllt höchste Qualitätsstandards. | Universitätsklinikum Heidelberg

Für das Gütesiegel der AGE muss eine Klinik hohe Anforderungen erfüllen: Dazu gehören neben einem exzellenten Ausbildungskonzept auch Ausbilder, die über langjährige Erfahrung in sämtlichen gängigen und innovativen Techniken verfügen. "Wir haben in den letzten Jahren unser Leistungsspektrum im Bereich der minimal-invasiven Chirurgie konsequent ausgebaut und endoskopische Eingriffe bei vielen Erkrankungen als Standardbehandlungen etabliert. Diese Bemühungen sowie die langjährige Expertise unserer Operateure und Ausbilder ist mit dieser Zertifizierung gewürdigt worden", freut sich Professor Dr. Christof Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik.

600 komplexe endoskopische Eingriffe pro Jahr

Für die Zertifizierung als Ausbildungszentrum muss eine Klinik auch eine Mindestzahl an komplexen endoskopischen Eingriffen nachweisen. In Heidelberg werden aktuell rund 600 Eingriffe pro Jahr durchgeführt. Dazu gehören unter anderem die Behandlung von Myomen und teils tiefinfiltrierender Endometriose Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut, die mit beträchtlichen Beschwerden einhergehen können. Andere Eingriffe, die minimal-invasiv durchgeführt werden können, reichen von der Entfernung der Gebärmutter bis hin zu komplexen Tumoroperationen in der Bauchhöhle, beispielsweise beim Endometrium- bzw. Zervixkarzinom.

"Inzwischen führen wir onkologische Eingriffe überwiegend endoskopisch via Bauchspiegelung durch", so Professor Dr. Markus Wallwiener, Geschäftsführender Oberarzt der Universitäts-Frauenklinik und Leiter des Ausbildungszentrums. Das ebenfalls zertifizierte Gynäkologische Krebszentrum an der Universitäts-Frauenklinik sichert die umfassende weitere Versorgung und Betreuung der Patientinnen. Darüber hinaus gibt es ein zertifiziertes Endometriosezentrum. "Dank dieser Spezialisierungen in unserem Haus verfügen wir über ein entsprechend großes Know-how, das wir in unseren Kursen an Kolleginnen und Kollegen weitergeben können", so Wallwiener.

Quelle: UniversitätsKlinikum Heidelberg