Sachsen: Intitative gegen Hausärztemangel

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hat gemeinsam mit 16 ambulanten und stationären Partnern eine Initiative ins Leben gerufen, die jungen Medizinern die Qualifizierung zu Fachärzten der Allgemeinmedizin erleichtert.

Hausarzt Patientengespräch

Der Weiterbildungsverbund der Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen hilft Nachwuchsmedizinern, die Weiterbildung Allgemeinmedizin zu koordinieren. | Gina Sanders/ Fotolia

Der Weiterbildungsverbund der Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen (CCS) besteht bereits seit sechs Jahren. Nun hat die erste Nachwuchsmedizinerin ihre gesamte Facharztausbildung in diesem Rahmen absolviert. Im Januar dieses Jahres konnte Jeaninne Schübel ihre Weiterbildung erfolgreich abschließen und trat am 1. März ihre erste Stelle an.

Das Ziel der Initiative ist es, die angehenden Fachärzte bei der Suche nach ihren Weiterbildungsstationen zu unterstützen, so dass diese nahtlos, unbürokratisch und schnell ihre Facharztausbildung absolvieren können. Aktuell werden 28 Nachwuchsmediziner bei ihrer Qualifikation zu Fachärzten der Allgemeinmedizin betreut. Die Nähe zum Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät der TU Dresden helfen dabei, die angehenden Fachärzte aktiv in die allgemeinmedizinische Lehre und Forschung einzubinden.

Den Nachwuchs gewinnen

Seit Dezember 2010 versucht die Initiative, die Facharztweiterbildung zukünftiger Hausärzte zu koordinieren. Durch die Gewinnung qualifizierten hausärztlichen Nachwuchses soll ein zukünftiger Engpass verhindert werden. Mit auf die teilnehmenden Ärzte zugeschnittenen Rotationsplänen und individuellen Arbeitsmöglichkeiten wie beispielsweise dem Einstieg nach der Elternzeit oder anderen Teilzeitmodellen unterstützen das CCS und der Bereich Allgemeinmedizin der Medizinischen Klinik III des Universitätsklinikums Dresden die zukünftigen Hausärzte.

 

 

 

Neben dem Uniklinikum gibt es mittlerweile 16 ambulante und stationäre Verbundpartner, die insbesondere in ländlichen Regionen angesiedelt sind. Dadurch sind auch Einblicke in verschiedene hausärztliche Tätigkeitsfelder und die Arbeit in Praxen und Kliniken außerhalb von Dresden möglich. Seit 2010 waren insgesamt 30 Ärztinnen und Ärzte im Verbund beschäftigt, von denen mittlerweile zwei ihre Weiterbildung abgeschlossen haben.

Hohe Qualität in der Weiterbildung

Für eine hohe Qualität der Weiterbildung sorgen regelmäßig "Train-the-Trainer"-Seminare, in denen die weiterbildenden Mediziner des Verbundes geschult werden, um ihre didaktischen und fachlich-inhaltlichen Fertigkeiten zu optimieren. Die Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen verbindet inzwischen mehr als 600 Partner aus rund 200 Institutionen der Bereiche Forschung, Krankenversorgung, Gesundheitsvorsorge, Patientenvertretung, Wirtschaft und Politik.

Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Carus Consilium Sachsen Gmbh