Pathologie: Wichtige Arbeit im Hintergrund

Viele Außenstehende sind sich der Vielfalt und der Wichtigkeit der Arbeit von Pathologen für die tägliche Arbeit im Klinikbetrieb nicht bewusst. Auf dem Operation Karriere-Kongress 2015 in Berlin brachte Dr. Katrin Schierle Licht ins Dunkel.

Dr. Katrin Schierle, Berlin

Dr. Katrin Schierle stellte auf dem Operation Karriere-Kongress in Berlin die Vielfalt der Tätigkeit eines Pathologen vor. | Foto: Martin Reinhart

"Alle Befunde, die Chirurgen, Internisten und viele mehr mit ihren Patienten besprechen, sind vorher die Arbeit der Pathologen", erklärte Dr. Katrin Schierle (Foto), Oberärztin am Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Leipzig, Vorstandsmitglied des Bundesverband Deutscher Pathologen e.V. und Vorsitzende der AG-Junge PathologInnen "Man sieht sie nur nicht."

Dabei umfasse die Arbeit der Pathologen unter anderem auch die Forschung, um das Verständnis von Krankheiten zu verbessern sowie die Teilnahme an Tumorkonferenzen, um die bestmögliche individuelle Therapie für jeden Patienten zu finden. Die Obduktion sei ein wichtiges Mittel der Qualitätssicherung nach dem Tod. Die gesamte Krankengeschichte werde aufgerollt und im Endeffekt könne nur der Pathologe die tatsächliche Todesursache eines Menschen bestimmen, da nur er in den Menschen hineinschauen kann. "Außerdem können Pathologen bei der Obduktion herausfinden, ob angewendete Therapien einen Effekt hatten oder nicht", so Schierle.

Makroskopie und intraoperativer Schnellschnitt

Bei der Makroskopie, dem Ausgangspunkt der Untersuchungen, wird das eingesendete gewebliche Untersuchungsmaterial mit dem bloßen Auge untersucht und beschrieben. Beim sogenannten Schnellschnitt handelt es sich um eine intraoperative Diagnose, bei der beispielsweise Tumorzellen bewertet werden. Spätestens 20 Minuten nach dem Eingang der Probe im Labor muss der Operateur im OP-Saal informiert werden, um eine Entscheidung für den Fortgang der Operation zu treffen. "Dies ist eine extrem verantwortungsvolle Aufgabe. Die Kollegen in der Pathologie überprüfen sich hier auch immer gegenseitig", erklärte Schierle.

Prof. Dr. med Schmidmaier

Im Interview verrät Univ.-Prof. Dr. med. Gerhard Schmidmaier, Leiter Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Universitätsklinik Heidelberg, worauf es bei der Facharztausbildung zum Unfallchirurgen ankommt und gibt einen Ausblick auf die Entwicklung der Orthopädie.

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Ein Pathologe müsse ein sehr optisch orientierter Mensch sein und mit Mustern umgehen können. Die Molekularpathologe sei wiederum mit viel Technik verbunden, hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit Bioinformatikern. Die lange Weiterbildungszeit von sechs Jahren gründet sich auf die Berührungspunkte der Pathologie mit jedem Fachgebiet.

"Ganz wichtig bei dieser Arbeit sind auch Kommunikation und Struktur", betonte Schierle. Ein Pathologe sitze nicht nur alleine im Labor, ständige Gespräche mit Kollegen aus allen Fachrichtungen seien an der Tagesordnung.

Quelle: Dr. Katrin Schierle: "Dem Leben verpflichtet - Facharzt für Pathologie", Operation Karriere-Kongress Berlin, 14. November 2015.

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