Die Neurologie: Ein Fach mit viel Dynamik

Das "junge Fach" Neurologie stellte Dr. med. Frédéric Zuhorn, Assistenzarzt und angehender Facharzt für Neurologie, beim Operation Karriere-Kongress in Bochum vor.

Frederic Zuhorn

Assistenzarzt Frédéric Zuhorn weckte das Interesse für die Neurologie. | mr

Zuhorn, der am Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld tätig ist, bezeichnete die Neurologie als junges, aufstrebendes Fach, zum einen, weil auch in den vergangenen Jahren bezüglich der Erforschung der Erkrankungen bzw. der Wirkweisen der betroffenen Organe viel dazugelernt wurde, zum anderen, weil diese Erkrankungen nicht nur alte Patienten betreffen: "Der Schlaganfall ist keine Krankheit des 80-jährigen, er kommt auch bei jungen Menschen vor."

Die Neurologie ist entsprungen aus der Inneren Medizin; bis ungefähr zum Jahr 2000 wurden neurologische Phänomene vielfach noch internistisch therapiert, was sich in den vergangenen Jahren – einhergehend mit einer besseren Kenntnis der Erkrankungen – verändert habe.

Die Bettenzahlen in der Neurologie steige im Gegensatz zum generell rückläufigen Trend. Es gebe immer mehr neurologische Erkrankungen bzw. würden immer mehr als solche erkannt. "Neurodegenerative Erkrankungen werden früher erkannt, außerdem werden die Menschen älter als in vergangenen Zeiten. Auch dadurch steigt die Anzahl unserer Patienten", sagte Zuhorn. Die Dynamik in der Neurologie zeige sich unter anderem auch beim Schlaganfall. Früher konnte man bei der korrekten Diagnose Schlaganfall nicht viel machen. Das habe sich mittlerweile unter anderem durch die systemische Lyse geändert. Auch bei der Multiplen Sklerose habe sich das Angebot der medikamentösen Therapie und Prävention sehr positiv entwickelt (Beispiel Enzymersatztherapie bei Morbus Fabry (2001) oder Morbus Pompe (2006).

Professor Dr. Lars Timmermann ist Oberarzt am Zentrum für Neurologie und Psychiatrie der Uniklinik Köln. Im Interview verrät er, warum ihn die Parkinson-Erkrankung fasziniert und welchen Trick er in seiner Anfangszeit als Assistenzarzt bei älteren Patienten anwendete.

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Der Facharzt für Neurologie dauert fünf Jahre, ein Jahr davon absolviert man in der Psychiatrie. "Da habe ich mich eigentlich nicht drauf gefreut", sagte Zuhorn. "Im Nachhinein war es aber sowohl für das weitere Berufsleben als auch für das Privatleben eine sehr gute Erfahrung."

Die Neurologie habe immer noch viel Entwicklungspotenzial. Viel Forschung, neue Medikamente, interdisziplinäres Teamwork mit Internisten, Chirurgen etc. Auch die Niederlassung sei sehr gut möglich. Bei den niedergelassenen Kollegen gebe es sehr lange Wartezeiten. Das zeigt: Der Bedarf ist da.

Quelle: "Mit Hirn und Herz – Facharzt für Neurologie", Dr. med. Frederic Zuhorn, Assistenzarzt und angehender Facharzt für Neurologie, Evangelisches Klinikum Bethel, Bielefeld, Operation Karriere-Kongress Bochum, 8. Juli 2017.

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