Berufsbild Chirurg: Teil 7 - Weiterbildung Thoraxchirurgie

In dieser Serie stellen wir die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten in der Chirurgie vor. Welche Fertigkeiten werden erlernt, wie lange dauert die Spezialisierung und welche Untersuchungs- und Behandlungsverfahren sind Gegenstand der Weiterbildung? Teil 7: Die Thoraxchirurgie.

Toraxchirurgie

Teil 7 unserer Serie zur Chirurgie behandelt die Weiterbildung im Bereich der Thoraxchirurgie | Foto: Tomasz Zajda

Der Thoraxchirurg behandelt Neoplasien (Tumoren), Verletzungen und Infektionen der Lunge und des Brustkorbs. Prävention und Diagnostik zählen ebenso zum Spektrum wie palliative und schmerztherapeutische Erfahrungen. Die Tumorbehandlung erfolgt meist durch die Öffnung des Brustkorbs, der sogenannten Thorakotomie.

Auf der Homepage des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen (BDC) erklären Ärzte, warum sie sich für ihr Fachgebiet entschieden haben. Hier geht es zur Thoraxchirurgie.

Thoraxchirurgie: Fakten zur Weiterbildung

Die Dauer der Weiterbildung

Die Weiterbildungszeit in der Thoraxchirurgie beträgt 72 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte, davon

  • 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie
  • 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Thoraxchirurgie (davon sind bis zu 12 Monate in einer anderen Facharztweiterbildung des Gebietes Chirurgie, in Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie und/oder Innere Medizin und Pneumologie möglich. Außerdem können 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden.)

Werden im Gebiet Chirurgie zwei Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens neun Jahre.

Die Inhalte der Weiterbildung

Die Weiterbildung Thoraxchirurgie sieht den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

  • der Vorbeugung, Erkennung, operativen und konservativen Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen einschließlich Neoplasien, Infektionen, Verletzungen und Fehlbildungen der Lunge, der Pleura, des Tracheo-Bronchialsystems, des Mediastinums, der Thoraxwand, des Zwerchfells und der jeweils angrenzenden Strukturen einschließlich der Rehabilitation
  • operativen Eingriffen am Herzen im Zusammenhang mit thoraxchirurgischen Operationen
  • der Indikationsstellung zur operativen und konservativen Behandlung einschließlich der Risikoeinschätzung und prognostischen Beurteilung
  • den zur Versorgung im Notfall erforderlichen, gefäßchirurgischen, unfallchirurgischen, viszeralchirurgischen und allgemeinchirurgischen Maßnahmen in interdisziplinärer Zusammenarbeit
  • der operativen Tumorchirurgie einschließlich palliativmedizinischer und schmerztherapeuthischer Maßnahmen
  • der Erhebung einer intraoperativen radiologischen Befundkontrolle unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes
  • der Planung und Durchführung multimodaler Therapiekonzepte bei Tumorpatienten in interdisziplinärer Zusammenarbeit sowie Durchführung von Früherkennungs- und Nachsorgemaßnahmen zur Tumor- und Rezidiverkennung
  • Techniken minimal-invasiver Chirurgie

vor.

Die definierten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren sind

  • sonographische Untersuchungen der Thoraxorgane (ohne Herz)
  • diagnostische und therapeutische Endoskopien, z.B. Tracheo-Bronchoskopie, Thorakoskopie, Oesophagoskospie
  • operative Eingriffe einschließlich minimal-invasiver Techniken an Kopf und Hals (z.B. Tracheotomie und Mediastinoskope), am Mediastinum und Oesophagus (z.B. Dissektion der mediastinalen Lymphknoten, Tumorresektion, Thymektomie, oesophagotracheale Fisteln, Verletzungen des Oesophagus), an der Thoraxwand (z.B. Verletzungen, Brustwandresektion, Thorakoplastik, Korrekturplastik), an der Lunge, auch auf thorakoskopischem Weg (z.B. Keilresektion, Laserresektion, Segmentresektion, Lobektomie, Pneumonektomie), erweiterte Eingriffe an der Lunge (z.B. intraperikardiale Gefäßversorgung, Vorhofteilresektion, Perikard- und Zwerchfellresektion, plastische Operationen am Tracheobronchial- und Gefäßbaum), videothorakoskopische Eingriffe (z.B. Pleurektomie, Keilresektion, Sympathektomie, Biopsien), an der Pleura, auch auf thorakoskopischem Weg (z.B. Dekortikationen bei Tumoren, Schwielen und Empyemen), Eingriffe bei thorakalen Verletzungen.

Quellen: Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC), www.chirurg-werden.de und Musterweiterbildungsordnung 2013 der Bundesärztekammer

Finden Sie hier Informationen, Interviews, News und Videobeiträge rund um das Facharztgebiet Chirurgie und ihre unterschiedlichen Fachrichtungen.

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