Als niedergelassener Facharzt: Wie hoch ist der Verdienst?

Nach der Weiterbildung stellt sich die Frage, wie es weitergeht: Niederlassung oder Klinikanstellung? Auch wenn das Gehalt nicht ausschlaggebend für die Entscheidung sein soll, ist es interessant zu wissen, wie viel man als Facharzt mit einer Einzelpraxis verdient.

Reinertrag Fachaerzte

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Die Tätigkeit als selbstständiger Arzt bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Man ist örtlich weniger flexibel, hat dafür mehr gestalterische Freiheit. Es gibt keinen Chef, der einen kontrolliert, dafür trägt man eine größere personelle Verantwortung. Und dann wäre da natürlich auch noch der finanzielle Aspekt. Bei einer gut laufenden Praxis kann das Monatsbrutto eines niedergelassenen Facharztes deutlich höher sein als dasjenige seines angestellten Kollegen.

Im folgenden wird dargestellt, wie viel Betreiber einer spezialisierten Praxis verdienen. Die Zahlen stammen aus dem Kostenstrukturbericht des Statistischen Bundesamts. Einige Fachrichtungen, wie z.B. Radiologie oder Anästhesiologie, wurden aufgrund von geringen Datenmengen nicht berücksichtigt. 

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Was ist der Reinertrag?

Der Reinertrag ist nicht identisch mit dem Einkommen der Ärzte. Er stellt zwar das Ergebnis des Geschäfts­jahres der Praxis dar, berücksichtigt aber unter anderem nicht die Aufwendungen für eine Praxis­übernahme und für Anschaffungen medizinischer Geräte. Auch die Zahlung der Einkommenssteuer und der Kranken- und Rentenversicherung muss noch vom Reinertrag abgezogen werden. Wie hoch solche zusätzlichen Kosten ausfallen, hängt von der eigenen Spezialisierung und persönlichen Vorsorgeentscheidungen ab. Daher sind die angegeben Reinerträge als Richtwerte anzusehen.   

Quelle DestatisÄrzteatlas 2017

Wie hoch ist das Gehalt eines Arztes? Was verdient ein Assistenzarzt während der Weiterbildung? Lohnt sich als Facharzt die Gründung einer Praxis? In dieser Rubrik gehts ums Geld.